Abreise und Verabschiedung

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Montag, 21. bis Sonntag, 27. Juli 2019

Die letzten Tage und Wochen waren ziemlich herausfordernd: der komplette Hausrat mußte (aus-) sortiert, in Kartons verpackt und am Ende eingelagert werden. Das Haus leerräumen und für die Übergabe vorbereiten. Am Donnerstag dann Treffen mit dem Makler – von kleineren Restarbeiten abgesehen war soweit alles in Ordnung. Am Freitag bleibt dann noch Zeit für eine letzte Stachelbeer-Tarte im Café Maitre – und abends ein (etwas wehmütiges) Glas Wein auf der Terrasse, mit Blick in den Garten und einem leckeren Picknick zum Sonnenuntergang am Cossi. Der Abschied für ein ganzes Jahr von Leipzig fällt mir wirklich nicht leicht – auch wenn die Vorfreude auf das was kommt überwiegt. Samstag mittag geht es dann mit einem bis zur Oberkante vollgestopften Mietauto und meinen beiden Jungs auf den Weg an die Ostsee. Ein kurzer Kaffee-Stop bei meiner Mutter in der Nähe von Uelzen, und abends um 22:00 kommen wir beim letzten Tageslicht in Kiel-Laboe an Bord der ”Cadences« an. Müde und erschöpft falle ich nach einem Bier in die Koje – und kann mich das erste Mal seit langer Zeit wieder etwas ausschlafen. 

Für den Sonntag nachmittag haben  sich noch drei gute Segel-Freunde aus Hamburg, Trittau und Winsen an der Luhe zur Verabschiedung angekündigt – eine schöne Geste, über die ich mich sehr freue. Auch wenn das Chaos von ungefähr 12 bis 15 großen Kartons und Taschen erst zu einem guten Drittel verstaut ist. Chaos an Bord – aber im Cockpit läßt es sich bei wunderbarem Sonnenschein und leichter Brise aus Ost ganz entspannt aushalten. 
 
Die Vorfreude wächst – wollen wir gleich am Montag oder erst am Dienstag ablegen? Die Entscheidung fällt nach einem Telefonat mit Thomas aus dem CYCM, der sich gerade in La Rochelle eine Pogo 30 gekauft hat und auf Überführungstörn ist: wir verabreden uns für Dienstag Abend in der Gieselau-Schleuse auf halber Strecke des Nord-Ostsee-Kanals (oder auch: Kiel Canal). Ein Tag in Laboe bleibt uns noch zum Einstauen und aufräumen. Abends noch ein Bad im Hafen: das UW-Schiff, vor allem Propeller und Kiel, sind mehr als dicht mit Seepocken bewachsen! Das neue Antifoiuling erfüllt die Erwartungen leider so gar nicht 🙁  Mit Spachtel und Schrubber machen wir uns zu dritt an die Arbeit; zum Glück hat das Wasser fast 21 Grad. Das macht es etwas erträglicher. 

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